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monitor series


A.O.S. monitor series

MONITOR 95 BR

M95BR

 Abb.: MONITOR 95 BR

Die Vorgeschichte:

Eine ATC SCM 50 habe ich Anfang 90 auf einer Messe in Chicago gehört und war tief beeindruckt. Weil zum Zeitpunkt der Entwicklung der STUDIO 100 TL kein passender 25cm Tieftöner von Scan Speak zur Verfügung stand, hat das "Verhältnis" mit ATC begonnen.
Fast 10 Jahre später haben wir uns dann mit der "weltbesten" Mitteltonkalotte (O-Ton Stereoplay) beschäftigt und es entstanden die M50, M24 und M45. Da jetzt aber perfekte Tieftöner von Scan Speak vorhanden waren, natürlich mit den 22W und 26W.

Im August 2010 erschien ein Testbericht in Stereoplay über die ATC SCM 100. Nicht jeder Testbericht ist nachvollziehbar, aber dieser Test hörte sich vielversprechend an. Da gab es Kommentare zum Tieftonbereich, die mich richtig angespitzt haben. Alle vernünftigen Einwände die gegen große Gehäuse sprechen wurden über Bord geworfen. Ich wollte unbedingt einen Versuch mit einem 30cm Tieftöner machen. Den 30er der Discovery Serie gab es noch nicht. Also haben wir der ATC 30W ausgewählt. Denn was ATC im Profibereich macht, kann auch für den Selbstbau so schlecht nicht sein.

Ich hatte zuerst an eine TL gedacht. Als ich die Dimensionen auf den Konstruktionszeichnung gesehen habe, war schnell klar, dass aus dem Projekt nichts wird. Ein Bassreflex-Gehäuse nach Vorbild der ATC SCM100 hat mir überhaupt nicht gefallen. Der WAF zeigt gegen unendlich. Mit negativem Vorzeichen. Aus diesem Grund habe ich mich für ein separates Bassgehäuse entschieden. Im Hinterkopf die Überlegung, dass ich dann auch meine Mitten-, Hochtonkombination der 50 TL dafür verwenden könnte. So ist die M95 BR entstanden.


Die MONITOR 95 BR:

M95 BR


Beim ersten Versuch habe ich die Parameter, die mir 100 Ltr. empfohlen haben, ignoriert und wollte mich mit einem 80 Ltr. Gehäuse durchmogeln. Der mächtige 30cm Tieftöner war ungewohnt druckvoll und machte Pegel, den ich so nicht gewohnt waren. Hinzu kamen Probleme mit dem zu kleinen Gehäuse und einer nicht optimalen Bedämpfung. Das hat zu Messergebnissen geführt, die zunächst völlig unbrauchbar schienen.

Wenn aber zur SCM100 geschrieben steht: "… das auffälligste Chassis ist der gut 30cm durchmessende Basstreiber, dem ein gigantisches Magnetsystem Beine macht, selbst im Bereich maximaler Auslenkungen bleiben Verzerrungen gering …" und beim Mitteltöner heißt es: "… sein über 30 Jahre gereiftes System zählt klanglich wie messtechnisch zu den besten der Welt …" kann man nicht aufgeben.

Ich habe dann das Gehäusevolumen um fast 20% auf 95 Liter aufgestockt und lange mit der Bedämpfung gekämpft.

Die Bedämpfung:

Dieses Thema war eine besondere Herausforderung. Ich kann mich nicht erinnern ein Gehäuse so oft auf- und zugeschraubt zu haben. Zuwenig Dämmmaterial ist fatal. Da gerät der Tieftonbereich außer Kontrolle. Zuviel, dann ist der Tiefbass weg. Nachdem ich noch nie eine so große Bassreflexbox gebaut habe, musste ich experimentieren. Die ATC Techniker haben auch noch ein paar gute Tipps gegeben. Kritische Stellen bekamen Filzrollen und die Mitte des Gehäuses wurde mit Wollvlies gefüllt.







Abb.: Die Bedämpfung mit Filzrollen oben und unten und mit Wollvlies

Die Reflexabstimmung:

Optimal wäre eine Abstimmung auf 25 Hz. Das gelingt mit einem 100er Rohr aus dem Sanitärbereich (zu bekommen im Baumarkt, nicht im Bausatz enthalten!). Die Wandstärke des Gehäuses sollte nicht unter 25mm Multiplex gewählt werden. Die Innenwände entdröhnen wir mit Filz (im Bausatz enthalten). Man könnte zusätzlich auch dicke Bitumenplatten nehmen. Interessant sind auch Bleiplatten vom Dachdecker.

Zum Klang:

Was kann die M95 BR besser als die M50 TL? Bei uns liefen die Prototypen wochenlang im Passivbetrieb. Da der Wirkungsgrad der Bässe höher ist, konnten Mitteltöner und Hochtöner auf höhere Pegel abgestimmt werden. Der ATC 30 W hat mit seiner großen Membranfläche deutlich mehr Druck im Tiefbass. Gelegentlich haben wir Kunden zum Probehören, denen der Bass einer S100TL oder M50TL nicht reicht. Der ATC 30W bringt das. Nicht tiefer, aber mit mehr Pegel.

Der ATC spielt erstaunlich trocken für eine BR. Und wenn nötig, kann es der 30W so richtig krachen lassen. Ein Lautsprecher, wie ihn sich Männer wohl manchmal wünschen.

Teilaktiv-Betrieb:

Wir haben es mit den DSP Modulen von der HiFi-Akademie probiert. In Rücksprache mit ATC sollte die Aktivabstimmungen mit 24dB Weichen erfolgen. Messtechnisch funktioniert das hervorragend. Akustisch gefällt es mir weniger gut, als die passive Version. Das sollte eigentlich nicht sein. Wir werden das Projekt auch noch mit analogen 24dB Aktivweichen von Thel probieren. Das Thema ist also noch offen.

Kommentare zur Größe:

Optisch kann man sich an die großen Kisten gewöhnen. Das ist eine Frage der Zeit. Wenn sie nur lange genug herumstehen, gewöhnt man sich an die Dimensionen. Das Baukasten- Prinzip mit getrennten Gehäusen lässt die Größe der Gehäuse etwas kleiner wirken. Wir haben diesbezüglich ein positives Feedback.


Hier eine Vergleichsaufnahme:

S100_M95_M50

Abb.: S100TL, M95 und rechts das TT-Gehäuse der M50


Kundenkommentar, Dr.T aus Bochum:

Endlich sind die Lautsprecher fertig geworden. Es gab einige Probleme mit dem Schreiner. Gestern habe ich sie zusammengebaut und ausgiebig probegehört und ich bin begeistert. Warme unaufdringliche Höhen, klare natürliche Mitten und ein trockener tiefer Bass. Und das Beste, eine ausgezeichnete Räumlichkeit und hervorragende Abstimmung. Ich bin froh, mir die Arbeit gemacht zu haben und keine fertigen Systeme gekauft zu haben.


Abb.: M95BR in einem kompakten Gehäuse.

Kommentare zur Kundenversion: das Gehäuse wie es unser Kunde gebaut hat, hat die Abmessungen: 100 x 35 x 40cm (oben) beziehungsweise 50 cm (unten) H x B x T. Durch die unterschiedliche Tiefe ist die Schallwand schräg nach hinten geneigt und damit hat der Hochtöner auch seinen Zeitversatz. Prima gelöst, sieht irgendwie gefälliger aus, als unser Baukastensystem.


 

 



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